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Die fantastische Reise von Mar’à & Davar

Ein erhofftes Treffen

Es war März und der Duft der Blumen drang bereits durch mein Fenster des fünften Stocks, eines Hochhauses in London.
Mein Leben in dieser Stadt war ziemlich ruhig. Ich hatte mit einem  Gemälderestaurierungskurs begonnen. An diesem Tag machte ich nach der Unterrichtsstunde einen kleinen Spaziergang durch den Park um die Sonne und den leichten Frühlingswind zu spüren, die mich nun sanft liebkosten.
Ich setze mich auf eine Bank, als grade eine alte Dame sich näherte. Sie kam langsamen Schrittes auf mich zu und stützte sich dabei stets auf ihrem Spazierstock ab. Schließlich sprach sie mich vertrauensvoll an. Ich hatte das Gefühl, sie von irgendwoher zu kennen.
Ich bemerkte, dass sie in ihrer Hand eine kleine goldfarbene Medaille trug. Sie setzte sich neben mich und sagte:
«Eines Tages werden alle Menschen auf der Erde in die vergessene Welt zurückzukehren.»
Und so fragte sie mich: «Kannst du dich noch an diese Welt erinnern, Mar’à?»
Ich wollte ihr daraufhin sagen, dass dies nicht mein Name ist, aber sie unterbrach mich und fuhr fort: «Weißt du, ich wohne dort nämlich und bin darüber sehr glücklich, denn dort rieche ich den Duft des Meeres, der Blumen und der Mandelbäume, ich höre den Vogelgesang... Ach, und ich sehe die Feen und die Elfen...,», sie lächelte. «Sie wollen immer mit mir spielen... aber ich bin schon zu alt.»
Ich lächelte nun auch, denn ich stellte mich mir, in diesem Alter, vor.
«Hör immer auf dein Herz!», sagte sie. «Und vergiss nicht, dass diese Welt, die Welt des Herzens, wirklicher ist als die, in der wir leben!»
Sie verschwand grade hinter den Bäumen, als ich die kleine Medaille aufhob, die ihr
versehentlich auf den Boden gefallen war. Ich steckte sie in meine Hosentasche, in der Hoffnung, dass ich die alte Dame an einem anderen Tag wieder sehen würde.

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